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Formel 1 - 2026-10-29 09:53:04 -

Coulthard zweifelt an F1-Ausreden: Senna und Schumacher als Gegenbeweis

 

(Motorsport-Total.com) - Der ehemalige Formel-1-Fahrer David Coulthard hat die These zurückgewiesen, wonach Fahrer schwache Leistungen mit dem neuen Reglement für die Saison 2026 erklären könnten. Die ganz Großen der Formel-1-Geschichte hätten sich schließlich erfolgreich an jedes Auto angepasst.

Titel-Bild zur News: George Russell kämpft mit der aktuellen Autogeneration in der Formel 1

© LAT Images

George Russell kämpft mit der aktuellen Autogeneration in der Formel 1 Zoom

Im Podcast "Up To Speed" erklärte Coulthard nach dem Grand Prix der USA 2026 in Austin anhand seiner eigenen Karriere, warum er die Vorstellung nicht teilt, bestimmte Autos würden bestimmten Fahrern grundsätzlich nicht liegen.

"Ich bin Autos mit aktiver und passiver Aufhängung gefahren, mit 3,5-Liter-, 3-Liter- und 2,4-Liter-Motoren, mit Rillenreifen und Slicks und zur Zeit der 'Reifenkriege'. Und ganz offen gesprochen war meine Leistung in all diesen Szenarien relativ gleich", sagte Coulthard.

Die Formel-1-Statistiken weisen ihn für die Zeit von 1995 bis 2003 als sehr konstanten Fahrer aus: In den genannten Jahren blieb Coulthard nur 1996 ohne Sieg und belegte nur zweimal eine Position außerhalb der Top 5 in der Fahrerwertung. In fünf Saisons fuhr er unter die Top 3, Weltmeister aber wurde Coulthard nie. (Alle Statistiken zu David Coulthard hier in der Formel-1-Datenbank abrufen!)

Fotostrecke: Die zehn denkwürdigsten F1-Regeländerungen

Seine Erklärung: "Mir fehlte im Qualifying eine Zehntelsekunde, und das macht es schwierig, sich gegenüber dem Teamkollegen eine gute Position auf der Rennstrecke zu verschaffen."

Coulthard: Senna und Schumacher kamen mit jedem Reglement zurecht

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich daran glaube, dass diese Fahrzeuggeneration diesem oder jenem Fahrer nicht liegt. Denn Ayrton Senna hatte eigentlich nie ein Reglement, das ihm nicht lag. Michael Schumacher hatte kein Reglement, das ihm nicht lag."

Hamiltons Formtief: Coulthard vermutet einen anderen Grund

Bei Lewis Hamilton sei er sich nicht sicher, ob dessen Formtief ab 2022 auf das Formel-1-Reglement oder eine "Ermüdung" beim siebenmaligen Weltmeister zurückzuführen war. "Er ist ja schon ewig dabei", erklärte Coulthard. "Beziehungen nutzen sich ab. Vielleicht war seine Liebe zur Formel 1 damals einfach nicht mehr ganz so groß. Aber er hat mich damit beeindruckt, wie er zurückgekommen ist."

Ob der frühere Hamilton-Teamkollege George Russell ebenfalls aus seinem Formtief findet? Der Mercedes-Fahrer war vor Saisonbeginn als Favorit gehandelt worden, tut sich jedoch außergewöhnlich schwer mit dem Mercedes W17 - vielleicht aufgrund des neuen Technischen Reglements. Russells Teamkollege Kimi Antonelli hingegen blüht 2026 in seinem erst zweiten Formel-1-Jahr regelrecht auf und steht unmittelbar vor dem WM-Titelgewinn.

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